BIO

ELDBJØRG HEMSING - VIOLINIST

Als ein „Champion“ der reichhaltigen Musiktradition Norwegens ist die Violinistin Eldbjørg Hemsing in ihrem Heimatland seit ihrer Kindheit eine überaus bekannte Künstlerin, die ihr Solodebüt mit den Bergen Philharmonic im Alter von 11 Jahren gab.
Eldbjørg Hemsing studierte bei Boris Kuschnir in Wien und positionierte sich erfolgreich sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene, ihren Stil konsequent weiter entwickelnd und feinabstimmend, dabei eine große Repertoirebandbreite von Beethoven bis Dvořák, Grieg bis Tan Dun aufnehmend. Zusammen mit Tan Dun hat sie in zahlreichen Projekten in Europa und Asien realisiert. Aktuell arbeitet sie mit dem chinesischen Komponisten und Oscar-Preisträger an einem neuen, ihr gewidmeten Werk zusammen, das im Herbst 2018 Premiere feiern wird.
Im März 2018 veröffentlichte Eldbjørg Hemsing ihr Debütalbum bei dem schwedischen Klassiklabel BIS mit Violinkonzerten von Hjalmar Borgström und Dmitri Schostakowitsch, aufgenommen mit den Wiener Symphonikern unter Olari Elts.
Zur Einführung des Violinkonzertes von Borgström schrieb die Künstlerin: „Vor einigen Jahren wurde ich in die Musik von Hjalmar Borgström, einem Namen, der mir zuvor nicht bekannt war. Ich war überrascht zu erfahren, dass er zu Beginn des 20. Jahrhunderts berühmt war, sowohl als Komponist als auch als Kritiker in Norwegen. Die Partitur des Violinkonzertes zum ersten Mal aufschlagend war ich sofort fasziniert. Dieses 1914 komponierte Konzert is unglaublich schön, reich an Norwegischem Nationalgefühl, typisch für diese Zeit, dabei würdig für internationale Beachtung. Das Violinkonzert erinnert mich daran, woher ich komme – die schroffe Landschaft von Valdres und Jotunheimen, wo die umgebende Bergwelt sich dramatisch über die Täler erhebt – und die Musik lässt bei mir eine Sehnsucht nach meinen Wurzeln entstehen. Nach Borgströms Tod im Jahr 1925 wurde das Konzert komplett vergessen, so dass mich heute auf einer Mission befinde, meinen Anteil daran zu leisten, die Musik dieses Komponisten zurück ins Licht zu rücken.“
Auf Eldbjørg Hemsings Debütalbum folgt im September 2018 die Veröffentlichung einer Aufnahme des Violinkonzertes von Antonín Dvořáks sowie der Fantasie und dem Liebeslied von Josef Suk mit dem Antwerp Symphony Orchestra unter Dirigent Alan Buribayev. Die Solistin ist zudem eine der drei Protagonistinnen des neuen Dokumentarfilms „Forte“ von David Donnelly, der herausragende Frauen der klassischen Musik vorstellt. Dieser Film folgt dem preisgekrönten Erfolg des im Jahr 2010 erschienenen Dokumentarfilms des norwegischen staatlichen Rundfunks NRK, in dem Eldbjørg Hemsing und ihre Schwester Ragnhild das Leben des legendären norwegischen Geigers und Komponisten Ole Bull erforschen.
Kommende Engagements in dieser Konzertsaison beinhalten Auftritte in der international beachteten Konzerthalle „Stormen“ in Bodø, wo Eldbjørg Hemsing im Jahr 2018 Residenzkünstlerin ist, sowie Konzerte u.a. mit: Oslo Philharmonic, MDR Sinfonieorchester Leipzig, Baltic Sea Philharmonic, Arctic Philharmonic und Nordwestdeutsche Philharmonie. Zudem ist sie Gast bei dem Pärnu Festival von Paavo Järvi in Estland .
Eldbjørg Hemsing spielt eine Geige von G. B. Guadagnini aus dem Jahr 1754, die ihr freundlicherweise als Leihgabe von der Dextra Musica Foundation zur Verfügung gestellt wird.
Ihre Langzeitentwicklung als Künstlerin wird großzügig von der Göhde Foundation unterstützt.

KRITIKEN ZUR DEBÜT-CD VON ELDBJØRG HEMSING

“…eine phantastische Künstlerin mit einem warmen Klang und akkuratem, präzisem Spiel. Eldbjørg Hemsing verleiht dem 2. Satz, dem Scherzo, eine bezaubernde und hypnotische Interpretation. Die weiteren drei Sätze, im reinem Stil der russischen Musik, positionieren diese perfekt beherrschte Fassung auf der Ebene der großartigsten Aufnahmen (David Oistrach, Maxime Shostakovich, EMI, 1972, Lydia Mordkovich, Neeme Jarvi, Chandos, 1989, Yefim Bronfman, Esa-Pekka Salonen, Sony, 2003). Die Wiener Symphoniker unter der Leitung des gründlichen und erfahrenen Esten Olari Elts teilen diesen Verdienst und tragen dazu bei, für diese Aufnahme legitime Lust und Neugier zu erwecken.” – 1. Mai 2018

„Wundervoll gespielt […], Eldbjørg Hemsings Dynamik und reichhaltiger, warmer Klang is genau das, was das Konzert bennötigt. Sie ist wirklich eindrucksvoll.“ – 28. April 2018

„Jetzt hat die junge, bezwingend frisch artikulierende Geigerin Eldbjørg Hemsing das dreisätzige Violinkonzert von Borgström ausgegraben und mit den Wiener Symphonikern unter Olari Elts eingespielt, nicht nur als noble Pioniertat, sondern geigerisch wie musikalisch hinreißend.“ – 17. April 2018

Bewertung – 5/5 | Hervorragend: „Anders als bei der konkurrenzlosen Interpretation des unbekannten norwegischen Komponisten Borgström, muss die Geigerin beim Konzert von Schostakowitsch, das dem großen David Oistrach gewidmet war, mit Vergleichen rechnen – die sie aber allesamt nicht zu scheuen braucht! Kann man mit 28 Jahren dieses grosse Violinkonzert schon so grossartig spielen – Eldbjörg Hemsing kann es!“ – 12. April 2018

„Hemsing delivers a true top performance in both of these concertos. Enthusiasm, imagination, energy, finesse, sharpness, lyricism, brilliance: it is all there, with the highly engaged Estonian conductor Olari Elts who shows the Vienna Symphony, so to speak, all corners of the hall. Of course, Borgström’s Violin Concerto is the ‚ear-opener‘ here, but I was also overwhelmed by the expressive dimensions of the interpretation in Shostakovich’s first violin concerto.“ – 19. März 2018

„…und das hört man auf der CD. Die Klangfarben sind vielseitig, voller unterschiedlicher warmer und auch brillanter Register, und wie Hemsing mit diesem jahrhundertelang gewachsenen Reichtum umgeht, ist meisterhaft: den Eigenheiten der Geige zugewandt und hellwach darin, auf sie zu reagieren, feinsinnig in der Klanggebung und klug in der Akzentuierung. Jedes Vibrato, jedes Tempo kommt wohldurchdacht. Das Schostakowitsch-Konzert pointiert Hemsing sowohl in seiner ausgedehnten Klage als auch in seiner fratzenhaften Bissigkeit, ohne es je zu überzeichnen. Borgström hingegen lässt sie eine sprühende, selbstbewusste, nahezu unbeugsame Dynamik entwickeln. Es entsteht eine einzigartig filigrane musikalische Balance zwischen den beiden Konzerten, die Achse dazwischen ist Hemsings unverkennbare klangliche Konsequenz. Das ist temperamentvoll und zugleich sehr reif.“ – 15. März 2018

Holger Wemhoff, Klassik Radio | 8. März 2018: „…mittlerweile gilt sie [Eldbjørg Hemsing] als eine der besten und größten jungen Hoffnungen, nicht nur in ihres Landes Norwegen, sondern auch der ganzen Welt. Und das hört man vor allem auf ihrer neuen CD, ihrer Debüt-CD.“ – Holger Wemhoff | 12. März 2018: „Eine der besten Violin-CDs der vergangenen Jahre.“

„…ein bravourös gelungener Einstand… Ob die elegische Nocturne, das virtuos vertrackt schwierige Scherzo, die atemberaubende Solokadenz im dritten Satz oder die zwischen ausgelassener Euphorie und Verzagtheit taumelnde Burlesque mit ihrem tänzerischen Sog, allem vermag Hemsing den jeweils adäquaten Ton zu leihen. Ein gemeinsamer Triumph von Shostakovich originärer Schaffenskraft und der Ausdruckskraft der jungen Interpretin, die dieses musikhistorische Monument für unsere heutigen Hörer in bewegende Töne übersetzt.“ – 6. März 2018

„Dabei ist das wundervolle Violinkonzert G-Dur op. 14 aus dem Jahr 1914 ein echter Knüller, und man kann dem schwedischen Label BIS dankbar sein, dass er das Werk jetzt in Bestbesetzung hat aufnehmen lassen. Den Solopart spielt die fabelhafte junge norwegische Eldbjørg Hemsing: Sie prunkt mit einer glänzenden Technik, ihr Ton ist leuchtend, hat Schmelz – und über allem thront die Grandezza einer freien Geigerseele. Die 27-jährige Künstlerin, von der man noch sehr viel hören wird, holt das Werk, das man wunderbar unbeschwert hören kann, sozusagen zurück ins Repertoire. Dabei helfen die Wiener Symphoniker unter Leitung von Olari Elts meisterlich mit. Abgerundet wird diese SACD durch eine nicht minder beeindruckende, die Kanten und Abgründe der Musik einfangende Wiedergabe des Violinkonzerts Nr. 1 a-Moll von Dmitri Schostakowitsch.“ – 5. März 2018

„…die Geigerin Eldbjørg Hemsing kann mit ihrer geigerischen Souveränität, ihrem anspringenden Temperament und einem wunderbar klaren und schlackenfreien Kantilenenton diese Repertoire-Rarität [Borgström Violinkonzert] in eine lohnenswerte Wieder- bzw. Neuentdeckung verwandeln. Dass Hemsing aber eben auch das gesamte Schostakowitsch-Spektrum von düsterer Bitternis bis grotesk-virtuoser Gelenkigkeit grandios beherrscht, stellt sie anschließend gemeinsam mit den höchst engagierten Wiener Symphonikern unter Beweis.“ – 3. März 2018

„…hier schafft Hemsing es gemeinsam mit den Wiener Symphonikern und Olari Elts eine überzeugende, farbenreiche und persönliche Interpretation zu präsentieren. Mit durchweg brillierendem Klang und flexiblem Ausdruck macht Eldbjørg Hemsing dieses Album absolut hörenswert.“ – 20. Februar 2018

Rating – 6/6 Stars: „… a fabulous discovery … [Hemsing] offers a star performance, technically steady as a mountain goat, bold and assertive where required and sweetly filled like spun sugar in the slow movement … this recording is strongly recommended.​“​- 14. Februar 2018

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