KRITIK ZUM DEBÜTALBUM IN PIZZICATO

Bewertung – 6/6 Sterne: „Eldbjørg Hemsings breites Spektrum an Klangbearbeitung und zarter Virtuosität passt bestens zu diesem Konzert. Sie zeigt eine Technik und eine Virtuosität, die bewundernswert ist… Diese Aufnahme kann in vielerlei Hinsicht als Hemsings Meisterwerk angesehen werden.“

Trond Erikson | Den Klassiske CD-Bloggen | 7. Mai 2018

Ein Meisterwerk

Es sind zwei sehr unterschiedliche Violinkonzerte, für die Eldbjørg Hemsing mit den Wiener Symphonikern zusammengearbeitet hat. Und man ist gefangen von ihrem Geigenspiel, das beide Konzerte perfekt macht.

Hjalmar Borgström (1864-1925) und seine Musik haben in den letzten Jahren in vielerlei Hinsicht einen neuen Frühling bekommen. Seine Oper „Thora on Rimul“ und nicht zuletzt die Orchesterwerke „Hamlet“ (für Klavier und Orchester) und „Tanken“ sowie die Violinsonate geben Borgström den Platz in der Musikgeschichte, den er verdient. Seine Musik ist nicht „norwegisch“ in dem Sinne, dass er in Griegs Fußstapfen tritt. Er blieb für lange Zeit in Deutschland und gewann viel von seiner Inspiration aus dem europäischen Musikleben.

Die Qualität dieses „vergessenen“ Konzerts ist überaus gut. Und Eldbjørg Hemsings breites Spektrum an Klangbearbeitung und zarter Virtuosität passt bestens zu diesem Konzert. Sie hat eine beeindruckende Palette an Klangfarben, die sie in diesem Violinkonzert voll ausspielt.

Dass sie die Musik von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) kennt und beherrscht, ist über jeden Zweifel erhaben. Sein erstes Violinkonzert ist intensiv mit seinen rhythmischen und intensiven Klangfarben, zweifellos ein Meisterwerk.

Eine Reihe der großen Geiger dieses Planeten haben dieses Werk auf Platte eingespielt – und der erste war David Oistrach, dem das Konzert auch gewidmet ist.

Hemsing hat dieses Werk zusammen mit dem ukrainischen Musiker und Professor Boris Kushnir erarbeitet – eine sehr gute Wahl, da sie dieses Konzert mit einer gehörigen Portion osteuropäischer Erfahrung spielt. Es gibt keinen einzigen Ton, der in ihrer Interpretation anonym bleibt. Sie zeigt eine Technik und eine Virtuosität, die bewundernswert ist.

Im Rücken hat Eldbjørg Hemsing die sehr guten Wiener Symphoniker, die vom estnischen Dirigenten Olari Elts aufmerksam und gekonnt geleitet werden.

Diese Aufnahme kann in vielerlei Hinsicht als Hemsings Meisterwerk angesehen werden – und sie hat die Prüfung mit Glanz bestanden!

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